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Tod- und Fehlgeburten









Heute weis man aus wissenschaftlichen Studien, dass bei 10 bis 20 Prozent aller Schwanger schaften vor der 20. Schwangerschaftswoche zu einem Abort kommen kann. Das ist für die werdenden Eltern ein tragisches Erlebnis. Denn vom Tag an wo man weiss, dass ein Kind im Bauch heranwächst, identifiziert man sich als Eltern und beginnt sich mit dem Kind und dem Elternsein auseinanderzusetzen. Es gelten auch hier dieselben psychischen wie körper-lichen Symptome wie unter „Trauerphasen“ beschrieben.

Vor allem den Fehlgeburten wird in der Gesellschaft zu wenig Platz eingeräumt und meist mit Sätzen wie

-    ihr seid ja noch jung um weitere Kinder zu bekommen
-    vielleicht war es krank und ist deshalb gegangen
-    seid froh ist es nicht später zur Fehlgeburt gekommen

Solche Aussagen verletzen sehr und signalisieren die Hilflosigkeit von Freunden, Angehörigen oder Bekannten. Sie möchten gerne helfen, wissen aber nicht wie. Auch wenn ein totes Kind geboren werden muss oder ein Kind nach der Geburt stirbt, ist die körperliche sowie psychische Belastung für die Eltern enorm gross und der Schmerz darüber kaum auszuhalten. In den meisten Fällen hat man danach auch nicht genügend Zeit, sich von seinem Kind zu verabschieden. Es müssen sehr schnell Entscheidungen getroffen werden, die vielfach die Eltern überfordern und sie zu Handlungen zwingt, die sie später bereuen. Zudem ist es für die Beziehung der Eltern eine enorme Belastung, da jeder Elternteil individuell trauert und sich dadurch manchmal vom Anderen nicht verstanden fühlt. Hier sind Gespräche äusserst wichtig um Missverständnissen vorzubeugen. Teilen sie ihrem Partner weiterhin ihre Gefühle mit, denn die nach aussen gezeigte Trauer ist meistens nur ein Bruchteil dessen, was die Person wirklich empfindet.

Wichtig ist, dass das verstorbene oder verlorene Kind seinen gemässen Platz in der Familie und einen besonderen Platz in ihrem Herzen bekommt. Auch wenn es nie oder nur kurz auf der Welt war und nie in ihrer Familie gelebt hat, gehört es trotzdem dazu. Man kann auch nachträglich ein Schwangerschaftsbuch zusammenstellen oder alles sammeln, was mit diesem Kind und seinem Sterben zu tun hat. Dadurch wird es in ihr Leben integriert und es ist auch hilfreich später geborenen Kindern ihr verstorbenes Geschwister näherzubringen. Versuchen Sie Menschen zu finden oder schliessen sie sich Selbsthilfegruppen an, die die gleichen Erfahrungen wie sie selbst gemacht haben. Dies kann Ihnen aus der Einsamkeit und Isolation der Trauer helfen. Menschen die das gleiche durchgemacht haben, können Ihre Trauer verstehen und akzeptieren.

Ich unterstütze und begleite Sie gerne auf dem Weg des Annehmens und des Loslassens. Durch verschiedene Rituale kann ich Ihnen helfen, Ihr Kind in Ihre Familie zu integrieren und es nachher in Liebe und Dankbarkeit loszulassen.